Nachwehen Unifest


Der heutige Tag war doch reichlich verpeilt. Um 15 Uhr hab ich es dann endlich aus dem Bett geschafft. Die Tatsache wikt weniger dramatisch, wenn man bedenkt, dass wir Securities bis um 5 Uhr morgens Schicht hatten. Letztendlich war ich dann gegen halb Sieben im Bett.

Der größte Teil des Festes verlief recht ruhig. Moritz und ich waren die meiste Zeit entweder zum Bewachen irgendwelcher Notausgänge oder als mobile Einheit im Innenbereich im Einsatz. Das spektakulärste war eine Schnapsleiche, die wir aufwecken und vom Gelände begleiten mussten. Ansonsten wurden wir von ein paar Leuten angesprochen, die entweder wissen wollten, wo der Drum & Base bereich ist, oder ob man in der Disco rauchen darf. Unsere “Security” T-Shirts wurden von ein paar Leuten kommentiert und zwei Personen wollten sogar ihre T-Shirts mit uns tauschen, eine davon weiblich. ;-)

Nachdem wir um 5 Uhr alle Leute vertrieben hatten, und uns dem auch für uns gemütlicheren Teil des Tages widmen wollte, wurde es nochmal aufregend. Eine Person kam auf uns zu und fragte uns, ob wir vielleicht ein paar Tempos hätten, um seinen Freund zu verarzten. Tempos hatten wir zwar keine, dafür aber einen ganzen Trupp Sanitäter, die sich dem verletzen angenommen hatten. Besser gesagt, den beiden verletzten. Dem einen mit der dicken Lippe, der fröhlich vor sich hinblutete, und dem anderen, mit der dazu passenden, aufgeplatzen Hand – zumindest die Frage, wer wen geschlagen hat, war somit recht schnell geklärt.

Jedenfalls bestand der Geschlagene darauf, Anzeige bei der Polizei zu erstatten – also riefen wir die Polizei, die auch prompt kam. Nun kommt das eigentlich interessante an der ganzen Geschten: Die 2 Polizisten hatten ein Kamerateam der ARD mitgebracht(sic!) die auch sofort mit Filmen anfingen. Dies gefiel dem Schlagenden und seinem Kumpel, der daneben stand dann doch etwas weniger und es wurde nochmal etwas lauter. :-) Nachdem die Polizei die Aussage aufgenommen hatte, und wir den wild-um-sich-fuchtelnden Kumpel des schlagenden von der Kamera weggezogen hatten, kehrte wieder Ruhe ein und auch wir kamen zu unserem wohl verdienten Feierabendbier.

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